Abgeschlossene
Forschungsprojekte
-
Räumliche und
multifunktionale Wirkungsbeziehungen zwischen Standort, Vegetation
und futterwirtschaftlichen Parametern eines heterogenen
Dauergrünlandbestandes.
-
Etablierung,
Bestandesentwicklung und Futterwerte verschiedener
Leguminosen/Gras-Gemenge - Schwerpunkt Feldspektroskopie
-
Standorspezifische
Grünlandansaaten
-
Floristische Zusammensetzung,
Produktivität und Futterqualität des
Elbaue-Grünlandes und Möglichkeiten seiner
naturschutzdienlichen Weiterentwicklung und Einbindung in
landwirtschaftliche Nutzungssysteme
-
Vergleich von
Triticale-Sorten und einzelnen Weizen-Sorten hinsichtlich Teil- und
Ganzpflanzenerträgen für die Herstellung von Biogas und
Ethanol bzw. zur thermischen/stofflichen Verwertung
("SUNFUEL")
-
Einsatz der mechanischen
Entwässerung von feuchtkonservierten Energiepflanzen
(Ganzpflanzensilagen) mit dem Ziel Brennstoff
bereitzustellen
-
Management von
Biotopverbundflächen in Mittelgebirgslandschaften
-
Grundwasserschonender Rapsanbau
durch ein neues Anbau- und Ernteverfahren
- Etablierung,
Bestandesentwicklung und Futterwerte verschiedener
Leguminosen/Gras-Gemenge - Schwerpunkt Bildanalyse.
- Erprobung neuer nicht
destruktiver Methoden (feldspektroskopische Messungen) zur
Bestimmung des optimalen Erntezeitpunktes von Energiepflanzen
für die Biomassevergärung.
- Auswirkungen des Feldfuttermanagements auf
den Bruterfolg der Feldlerche (Alauda arvensis)
- Entwicklungsperspektiven fr nachhaltige
100%-Erneuerbare-Energie-Regionen in Deutschland
(100%-EE-Regionen).
1. Räumliche und multifunktionale
Wirkungsbeziehungen zwischen Standort, Vegetation und
futterwirtschaftlichen Parametern eines heterogenen
Dauergrünlandbestandes.
Auf einer heterogenen und 20 ha großen
Dauergrünlandfläche mit sieben Leitbodentypen wurden
über einen Zeitraum von 4 Jahren in Rasterbeprobungen
variierender Dichte (6,25 x 50 m) Daten der Boden- und
Bestandeseigenschaften erhoben und in multivariater sowie
räumlicher Analyse auf Wirkungszusammenhänge untersucht.
Neben Veröffentlichungen zu ausgewählten Themen erfolgte
die Auswertung im Rahmen einer Promotion.
Weitere Informationen:
Ansprechpartnerin: Sara Gottardi
2. Etablierung, Bestandesentwicklung und Futterwerte
verschiedener Leguminosen/Gras-Gemenge
Das Projekt ist eingebettet in ein EU-weites Forschungsprojekt
(COST 852), das sich mit der Bedeutung der Leguminosen für die
Biodiversität und Leistungsfähigkeit der Futterproduktion
in Europa beschäftigt. Der Anbau von Futterleguminosen spielt
in der ökologischen Landwirtschaft eine zentrale Rolle. Durch
die Fähigkeit der Leguminosen Stickstoff aus der Luft zu
fixieren, liefern sie einen wertvollen Beitrag für die
Stickstoffzufuhr in den Betriebskreislauf. Zusätzlich stellen
Futterleguminosen ein sehr proteinreiches Futter dar, welches
für eine leistungsorientierte Tierhaltung wichtig ist.
Untersucht werden Rotklee, Weißklee, Luzerne und Hornklee mit
den Mischungspartnern Deutsches Weidelgras, Knaulgras und Chicoree.
Zusammenhänge zwischen Biomasseaufwuchs, Artenzusammensetzung,
Stickstofffixierungsleistung, futterbaulichen
Qualitätsparametern und zahlreichen Umweltbedingungen sollen
dokumentiert werden.
Schwerpunkt Feldspektroskopie
Unter Feldbedingungen weist die botanische Zusammensetzung von
Grünlandbeständen eine große Variationsbreite auf,
die verschiedene wichtige agronomische Faktoren wie die
Futterqualität und den Ertrag beeinflusst.
Kontinuierliche Erfassungen des Ertragsanteils der Leguminosen auf
allen Teilflächen einer Grünlandfläche würden
des Verständnis der Nährstoffdynamik erhöhen und es
ermöglichen darauf aufbauend gezielte Maßnahmen zu
ergreifen, um diese Flächen effizienter zu bewirtschaften. Mit
Hilfe feldspektroskopischer Messungen sollen Modelle entwickelt
werden, die es ermöglichen den Anteil der Leguminosen in einem
Bestand kleinräumig zu erfassen. Der Vorteil dieser Methode
liegt darin, dass hierbei die Beerntung des Bestandes
überflüssig würde, da lediglich die Reflexion der
einfallenden Sonnenstrahlen am Bestand gemessen wird. Aus der
für jeden Pflanzenbestand typischen Reflexionskurve sollen die
entsprechenden Informationen abgeleitet werden und auf den Anteil
der Leguminosen im Bestand geschlossen werden. Daraus könnte
sich eine wesentlich schnellere Erfassung des Leguminosenanteils
auf Flächen ergeben und es ermöglichen ohne großen
Aufwand diese Bestimmung häufiger vorzunehmen.
Zeitraum: 2005-2008
Ansprechpartnerin: Sonja Biewer
3. Standortspezifische
Grünlandansaaten
Mit Unterstützung des Bundesprogramms für
Ökologischen Landbau wurde eine Untersuchung auf einem sehr
heterogenen Grünlandstandort im mitteldeutschen Hügelland
5 Jahre nach Neuansaat durchgeführt, um Hinweise für eine
verbesserte Standortanpassung und damit effizientere Gestaltung von
Grünlandansaaten zu bekommen. Im Jahr 2003 erfolgte die
Erhebung des Arteninventars und zahlreicher Standortfaktoren an 300
Messpunkten. Zusammen mit bereits vorliegenden Daten erfolgte eine
statistische und räumliche Analyse, inwieweit das Vorkommen
der angesäten Arten mit der Ausprägung bestimmter
Lebensbedingungen in Beziehung steht.
Begleitend zum Abschlussbericht wurden eine "Zusammenstellung der
Standardmischungen in Deutschland" und "Hinweise für eine
standortangepasste Ansaat von Grünlandmischungen im
Ökologischen Landbau" erstellt.
weitere Informationen:
4. Floristische Zusammensetzung, Produktivität
und Futterqualität des Elbaue-Grünlandes und
Möglichkeiten seiner naturschutzdienlichen Weiterentwicklung
und Einbindung in landwirtschaftliche Nutzungssysteme
Im Rahmen des Forschungsvorhabens "Elbe-Ökologie" des BMBF
begann 1997 das Verbund-Forschungsprojekt "Leitbilder des
Naturschutzes und deren Umsetzung mit der Landwirtschaft - Ziele,
Instrumente und Kosten einer umweltschonenden und nachhaltigen
Landwirtschaft in den niedersächsischen Elbtalauen".
Das hier vorgestellte Teilprojekt behandelt Fragen der
Grünlandwirtschaft. Ziel ist es, die im Untersuchungsgebiet
vorhandene Grünlandvegetation aus landwirtschaftlicher Sicht
zu beurteilen, Möglichkeiten für die Nutzung der im UG
vorkommenden Pflanzengesellschaften zu erarbeiten und zu
klären, wie verschiedene Bewirtschaftungsformen sich auf die
Grünlandvegetation auswirken.
Die Untersuchungen fanden während zwei Vegetationsperioden
auf 64 Dauerprobeflächen statt. Standortunterschiede wurden
kleinräumig während einer Vegetationsperiode
untersucht.
Prognosen für eine Flächennutzung, die den
Ansprüchen des Naturschutzes und der Landwirtschaft
genügt, sollen ermöglicht werden. Dafür wird in
Zusammenarbeit mit der Uni Hannover eine Nutzungsmatrix für
Grünlandaufwuchs erstellt.
Weitere Informationen:
Teilprojekt unter: Leitbilder
des Naturschutzes und deren Umsetzung mit der
Landwirtschaft
5. Vergleich von Triticale-Sorten und einzelnen
Weizen-Sorten hinsichtlich Teil- und Ganzpflanzenerträgen
für die Herstellung von Biogas und Ethanol bzw. zur
thermischen/stofflichen Verwertung ("SUNFUEL") - Gefördert
durch das Hessische Ministerium für Umwelt, ländlichen
Raum und Verbraucherschutz (HMULF)
Regenerative Energieträger sollen sowohl für den
stationären Bereich (Strom, Wärme) als auch für den
mobilen Bereich (Kraftstoffe) zur Verfügung gestellt werden.
Zu den gegenwärtig verfügbaren "Bio-Kraftstoffen" sollen
Ethanol sowie mittelfristig die Synthesekraftstoffe aus Biomasse
(SUNFUEL), kurz " FT-Diesel oder BTL" hinzukommen.
Neben Mais (Energiemais) sind auch Getreidearten mit hohen
Gesamterträgen (Biogas, BTL) bzw. hohen Kornerträgen
(Ethanol) geeignet. Größte Bedeutung wird hierbei der
Triticale zukommen, die durch die Ganzpflanzenernte zur Vollreife
mit Nachtrocknung im Feld besser geeignet und Krankheiten
gegenüber resistenter ist.
Entsprechend der gegenwärtigen Verwendung von Triticale
(Futtergetreide) erfolgt eine Bewertung der Sorten nur mit der
Kenngröße Kornertrag, die für die Verwertung als
Rohstoff für die Ethanolherstellung relevant ist. Bei der
Verwertung von Triticale zur Biogasbereitung (Strom, Wärme)
und zur Kraftstoffherstellung ist aber der Ertrag der Gesamtpflanze
bzw. der Gesamtertrag aus Korn und Stroh maßgebend.
Während bei der Nutzung der Triticale zur Biogasbereitung
eine Ganzpflanzenernte vor der Vollreife durchgeführt wird,
ist für eine BTL-Herstellung je nach Bereitstellungskonzept
der Gesamtertrag vor der Vollreife oder zur Vollreife
wichtig.
Um neben dem verfügbaren Datenmaterial zu den
Kornerträgen auch Daten zu den Ganzpflanzenerträgen zu
unterschiedlichen Ernteterminen zu gewinnen, wurde im Herbst 2004
ein Feldversuch mit 16 Triticale - Sorten und 6 Weizen - Sorten
angelegt, der im Sommer 2005 in Bezug auf die Ermittlung von
Kenngrößen für die unterschiedlichen
Verwertungsrichtungen ausgewertet wurde. Hierzu zählen sowohl
Teil- als auch Ganzpflanzenerträge sowie die
verwertungsrelevanten Inhaltsstoffe, die mittels erweiterter
Weender-Analyse und Heizwertbestimmung ermittelt wurden.
Ansprechpartner: Sven Grebe
6. Einsatz der mechanischen Entwässerung von
feuchtkonservierten Energiepflanzen (Ganzpflanzensilagen) mit dem
Ziel Brennstoff bereitzustellen
Ansprechpartner:
Jürgen Reulein
7. Management von
Biotopverbundflächen in Mittelgebirgslandschaften-
Finanzierung: Bundesamt für Naturschutz
In dem Entwicklungs- und Erprobungsvorhaben wurde in der ersten
Projektphase mit den Projektpartnern Bodenverband
Werra-Meißner, Ingenieurgemeinschaft Witzenhausen (IGW) und
dem Büro für Ingenieurbiologie und Landschaftsplanung
(BIL) ein Konzept erarbeitet, in dem der Energiepflanzenanbau als
Maßnahme ergriffen wird, um die Vernetzung von
naturschutzfachlich wertvollen Flächen zu verbessern
(Biotopverbund). Diese Vernetzung soll durch innovative
Anbausysteme für Energiepflanzen mit Berücksichtigung von
Naturschutzinteressen und durch die Schaffung von Saumstrukturen
erreicht werden. Dabei wird eine ökologische Entlastung in der
Fläche z.B. durch Vermeidung von Bodenerosion und
Pestizideinsatz und Erhöhung der Artenvielfalt angestrebt. Die
Aufwüchse von Naturschutzflächen werden ebenfalls
energetisch genutzt, weshalb erwartet wird, dass insgesamt der
ökonomische Aufwand für die Erhaltung von
Naturschutzflächen und für die Schaffung eines
Biotopverbundes sinkt. Durch die Etablierung des neuen
Betriebszweiges „Energiepflanzenanbau und
Energieproduktion“ soll für die Landwirtschaft in
Mittelgebirgsregionen eine neue Einkommensquelle geschaffen
werden.
Ansprechpartner: Dr. Rüdiger Graß
8.
Grundwasserschonender Rapsanbau durch ein neues Anbau- und
Ernteverfahren - Gefördert durch das NLWKN
|